Wobei meine Kindheit und Jugend auch schon länger zurückliegt und ich manchmal nicht sicher bin, ob mich meine Erinnerung trügt oder etwas herbeiphantasiert.
Prägende Erinnerung in einer Kindheit war die Zeitlosigkeit, zumindest nach der Schule. Keine Uhren, keine Handys, nichts. Die Generation X waren die »Schlüsselkinder«. Die Eltern waren meist beide berufstätig. Wenn wir mittags von der Schule kamen, gab’s entweder im Kühlschrank beherbergtes Vorgekochtes oder eine Schüssel Haferflocken. Nachmittags war die große Freiheit angesagt. Einzige Bedingung: Die Schulkleidung mussten gegen Freizeitkleidung getauscht werden und wenn es dunkel wurde, ging’s nach Hause. Ansonsten gehörte der Rest des Tages uns, zeitlos ohne Aufsicht und immer auf der Suche nach Abenteuern. Meist zu Fuß in einer Horde durchstreiften wir die Gegend, die Wälder und – immer hungrig – auch die nahen Schrebergärten im Sommer, um uns an dem zu bedienen, was der Garten hergab.
Nicht immer ganz ungefährlich denn die Schrebergärtner waren nicht zimperlich, beim Versuch einen von uns erwischten. Da flog auch schon mal eine Mistgabel, zinkenvorwärts in unsere Richtung.
Ich schweife ab, erzählen wollte ich von meinem größten Jugendtraum, der sich, neben dem Besitz eines Kettcars, nicht erfüllen sollte.

Weihnachten im Jahre 1978 dann die Überraschung. Ein Jugendrad, 26 Zoll in stahlblau notdürftig mit Geschenkpapier drapiert, stand unter’m Weihnachtsbaum. Meine Enttäuschung hätte nicht größer sein können. Das Ding war mit Schutzblechen und Lichtanlage ebenso vernünftig wie uncool.
Eine Woche später war das 26 Zoll Jugendrad der Marke Hercules komplett zerlegt. Das Montieren eines hohen Lenkers und eines Bananensattels mittels Kauf auf Pump beim damaligen heimischen Fahrradhändler, brachte dem Fahrrad die nötige Coolness für die Nachbarsachaftkinderhorde.
Meine Erziehungsberechtigten teilten meine Glücksseligkeit allerdings nicht. Noch jahrelang hörte ich meinen Vater ob des Preises von 150 Mark, für den Tausch eines voll funktionsfähigen Jugendrads gegen ein verkehrsuntüchtiges verbasteltes Zweirads schimpfen.





Der Tourismus ist der zentrale Wirtschaftsfaktor Madeiras. Die meisten Reisenden kommen für Outdoor-Aktivitäten auf die Insel, insbesondere für Wanderungen entlang der Levadas – den traditionellen Bewässerungskanälen – oder wegen der Aussichtspunkte an den Küsten. Zudem zählen Wassersport, Walbeobachtungen und regionale Kulturfeste zu den Hauptattraktionen. Die Wanderungen sind anspruchsvoll, aber zu schaffen. Für meinen Geschmack aber touristisch überlaufen. Anmeldung ist Pflicht und wer nicht zur gebuchten Zeit erscheint, hat Pech gehabt und wird wieder umgeschickt. Belohnt wird der Fußmarsch durch grandiose Aussichten von der Hochebene.
Tipp: Bei der Auswahl des Leihwagens auf eine ausreichende Motorisierung und Bodenfreiheit achten. Die Autos sind hier durchweg Mittelklasse SUVs mit ca. 100 PS, die braucht’s aber auch, 30 Prozent Steigung ist hier keine Seltenheit. Unser Autos ist trotz Automatikgetriebe aufrund der Steigung beim Rückwärtsanfahren ein Stück nach vorne gerollt.
