Umfragen aus dem Jahr 2025 sehen für die kommende Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt am 6. September nicht nur eine Mehrheit der Wählerstimmen für die AFD, sondern auch eine Marginalisierung der SPD. Was bedeutet das und vor allem: Was passiert da gerade?
Noch vor ein paar Jahren war die Wahrnehmung, dass viele Menschen, die vielleicht mit der AFD sympathisierten, dass doch eher versteckt taten. Das ist vorbei und interessanter Weise bekennen sich inzwischen immer mehr Menschen dazu, die AFD wählen zu wollen, nachdem der Verfassungsschutz die gesamte Partei Anfang 2025 als gesichert rechtsextrem eingestuft hat.
Oder gerade deshalb? Geht man heute in die politische Diskussion über die Demokratie, sind immer wieder Zweifel zu hören, ob nicht „der starke Mann“ die, immerhin von einem Viertel der Bevölkerung gewünschte konservative und mit der Ideologie einer am rechten Rand stehenden Ausrichtung, richtige Regierungsform wäre. „Der oder die“, wer immer das ist, machen wenigstens was, so die vorherrschende Meinung der tatsächlich oder vermeintlich Abgehängten.
Diese Sichtweise ist zwar verstörend, aber nachvollziehbar. Wenn das „Aufstiegsversprechen“☝ nicht mehr funktioniert, wenden sich die Menschen den Parteien zu, die in radikaler Art und Weise, dieses Versprechen geben.
Dabei sind Trump und alle Autokraten dieser Welt nicht etwa abschreckendes Beispiel: Im Gegenteil, das Vorgehen Trumps beispielsweise wird für viele Ausdruck einer starken Regierung.
Wenn nun das bei den Landtagswahlen im September passiert, was wahrscheinlich ist und „die SPD durch radikale Kräfte ersetzt wird, zahlen wir alle einen hohen Preis“, schreibt Stefan Pfeiffer in seinem Blog
Bloggerkollege Horst Schulte merkt an, dass „der soziale Frieden kein Selbstläufer ist“ und wir den Mut haben sollten, dem Sturm der Polarisierer entgegen zu treten.
Wenn der Osten der Republik erst in den Händen rechtsextremistischer Parteien ist, fürchte ich, dass es nicht weit sein wird, bis Distopien Wirklichkeit werden könnten.