Neben den vielen Verlieren des Konflikts gibt es aber auch Länder, die aufgrund gestiegener Energiepreise deutlich profitieren. Die USA und Russland sind die großen Gewinner, sie den Europäern Gas und Öl deutlich teurer verkaufen.

Die Krise dürfte auch die Sichtweise auf die Nutzung fossiler Brennstoffe ändern. Während die Versorgung durch diese Energieversorgung immer wieder durch Krieg und Krisen gefährdet ist, sind regenerative Energiegewinnung durch Sonne und Wind unabhängig davon. Der Konflikt wirkt wie ein Katalysator, der die Welt weg von der Abhängigkeit fossiler Brennstoffe aus Krisenregionen und hin zu einer neuen, strategisch motivierten Energiearchitektur drängt.
Der große Gewinner heißt China. Die Chinesen haben bereits vor zwanzig Jahren die Strategie zu mehr regenerativer Energiegewinnung massiv voran getrieben. Heute gilt China, trotz immer noch massiver Energiegewinnung durch Öl und Gas plus Kernenergie, als Stromstaat.
China verfolgt dabei weniger umweltpolitische, als wirtschaftliche Ziele. Den Energiemarkt der Zukunft wollen die Chinesen dominieren. Insbesondere mit neunen Ultrahochspannungsleitungen soll die Welt mit eigenem Ökostrom versorgt werden, so die Strategie
Deutschland täte also gut daran, die Versorgung durch regenerative Energien zu fördern. Insbesondere die Photovoltaik bietet sich hier an. Die Preise für Solarpanels sind derzeit aufgrund enormer Überkapazitäten in China nämlich noch im Keller.

