Coronavirus

Inter­es­sant ist die offen­bar rasan­te Ver­brei­tung des Virus, aber nur in Chi­na. Die Sei­te gisanddata.maps.arcgis.com stellt die Ver­brei­tung des Virus welt­weit dar. Vom Epi­zen­trum aus in Chi­na zeigt die Kur­ve der infi­zier­ten Men­schen steil nach oben.

Waren es pro Tag bis­her in etwa 1000 neu Erkrank­te sind es jetzt um die 3000 Men­schen pro Tag, die sich trotz der staat­li­chen Auf­la­gen (Mund­schutz, Aus­gangs­sper­ren etc.) mit dem Coro­na Virus infizieren.

In Deutsch­land und welt­weit steigt die Zahl der Erkran­kun­gen fast gar nicht an, bis­her sind kaum Men­schen erkrankt. Das mag auch dar­an lie­gen, dass eine strik­te Iso­lie­rung bei Ver­dacht auf eine Coro­na Infek­ti­on die Aus­brei­tung bis­her offen­bar verhinderte.

Das Video eines Mark­tes in Chi­na als angeb­li­ches EPI-Zen­trum der Aus­brei­tung stimmt so nicht. Der Film ist auf­ge­nom­men auf einem tra­di­tio­nel­len Markt in Indonesien.

Gut gemeint ist oft nicht gut gemacht

Die geplan­te EU-Urhe­ber­rechts­re­form sieht in Arti­kel 13 vor, dass zukünf­tig Online­platt­for­men für von den Nut­zern hoch­ge­la­de­ne Inhal­te haf­ten, wenn Urhe­ber­rechts­ver­let­zun­gen fest­ge­stellt werden.

“Diens­te­an­bie­ter der Infor­ma­ti­ons­ge­sell­schaft, die gro­ße Men­gen der von ihren Nut­zern hoch­ge­la­de­nen Wer­ke und sons­ti­gen Schutz­ge­gen­stän­de in Abspra­che mit den Rech­te­inha­bern spei­chern oder öffent­lich zugäng­lich machen, ergrei­fen Maß­nah­men, um zu gewähr­leis­ten, dass die mit den Rech­te­inha­bern geschlos­se­nen Ver­ein­ba­run­gen, die die Nut­zung ihrer Wer­ke oder sons­ti­gen Schutz­ge­gen­stän­de regeln, oder die die Zugäng­lich­keit der von den Rech­te­inha­bern genann­ten Wer­ke oder Schutz­ge­gen­stän­de über ihre Diens­te unter­sa­gen, ein­ge­hal­ten werden.”

Was ver­nünf­tig klingt, könn­te in der Aus­füh­rung dazu füh­ren, dass Inhal­te mit auto­ma­ti­schen Fil­tern vom Upload aus­ge­schlos­sen wer­den. Die­se “Upload­fil­ter” kön­nen aller­dings bei­spiels­wei­se nicht zwi­schen einer Urhe­ber­rechts­ver­let­zung und Sati­re unterscheiden.

Zita­te aus Arti­keln zu über­neh­men, wür­de in Zukunft nicht mehr mög­lich sein. Memes, also Par­odien, die mit­tels Text und Ori­gi­nal Bild­ma­te­ri­al zu einer Art Kunst­form im Netz auf­ge­stie­gen sind, wür­den aller Vor­aus­sicht nach eben­falls geblockt.

Vom Grund­satz muss befürch­tet wer­den, dass das Inter­net sich einer Art frei­wil­li­gen Zen­sur aussetzt. 

Netzlese

Wenn Hei­mat­mi­nis­ter See­ho­fer, so wie er behaup­tet, tat­säch­lich in den acht­zi­ger Jah­ren im Inter­net unter­wegs war, hät­te er wahr­schein­lich nicht viel gese­hen. Das Netz wie wir es ken­nen, ent­wi­ckel­te sich erst ab Anfang bis Mit­te der neun­zi­ger Jah­re zu einem Medi­um für alle. Neben dem gro­ßen Dot­com Boom schuf das Netz eine Viel­zahl von Netz­pio­nie­ren, die das neue Medi­um zum publi­zie­ren ani­mier­te. Durch die leicht zu erler­nen­de Aus­zeich­nungs­spra­che HTML konn­te jeder sei­ne per­sön­li­chen Prä­fe­ren­zen öffent­lich machen. Das führ­te nicht nur zu skur­ri­len Netz­auf­trit­ten, wie die des bekann­tes­ten Exhi­bi­tio­nis­ten String Emil, den es tat­säch­lich noch gibt, son­dern oft­mals zu ambi­tio­nier­ten Ver­su­chen, eine gewis­se Sinn­haf­tig­keit von Design und Inhalt unter Ver­wen­dung meist rudi­men­tä­rer HTML-Kennt­nis­se zu vereinen.

Bei vie­len ist es beim Ver­such geblie­ben und die größ­ten Trash-Sei­ten schaff­ten sei­ner­zeit eine Nomi­nie­rung auf der end­gül­ti­gen Müll­sei­te. Die Müll­sei­te wird seit 2007 nicht mehr aktua­li­siert, was zum einen scha­de ist, aber zum ande­ren ver­ständ­lich, da seit die­ser Zeit vor­ge­fer­tig­te Blog­sys­te­me mit ent­spre­chen­den The­mes die Design­ar­beit über­nah­men und so der Ein­heits­brei von Word­Press The­mes den muti­gen „Design­sei­ten“ Platz machte.

Aber es gibt sie noch, die ver­we­ge­nen Sei­ten. Uner­schro­cke­ne Web­mas­ter, die sich den ästhe­ti­schen Grund­prin­zi­pi­en beharr­lich ver­wei­gern, grund­le­gen­de HTML-Regeln mutig miss­ach­ten und den Besu­cher mit selbst­ge­fäl­li­ger Ortho­gra­phie überraschen.

Da wäre WoGru, der tat­säch­lich in der Gro­tesk-Schrift­art Comic Sans MS Belang­lo­ses inhalt­lich über­sicht­lich zur Ver­fü­gung stellt. War­um er die Sei­te nicht löscht, die offen­kun­dig als Home­page­lei­che über­spann­ter Ambi­ti­on die Hoch­zeit im Netz zu prä­sen­tie­ren übrig geblie­ben ist, bleibt sein Geheimnis.

Dipl.-Ing. Jür­gen A. Neu­ber hin­ge­gen weist in sei­ner His­to­rie dar­auf hin, sich tat­säch­lich noch um sei­ne Sei­te zu küm­mern. Der letz­te Ein­trag datiert auf den 10. Janu­ar 2019. Jür­gen A. Neuber’s Design zeich­net sich durch eine abso­lu­te Unüber­sicht­lich­keit in der Hin­ter­grund­far­be grau, fünf ver­schie­de­nen Schrift­far­ben und wild ver­teil­ten Tex­ten aus, die zu allem Über­fluss teil­wei­se unter­stri­chen sind. In den Tex­ten dann, eben­falls wild gestreut, etli­che Links zu den ver­schie­dens­ten The­men­ge­bie­ten, die den Dipl.-Ing. aus Sach­sen interessieren.

Karl Frit­sch nennt eine Home­page sein Eigen, bei der man die Ver­mu­tung haben könn­te, es hand­le sich um Sati­re. Die Sei­te blinkt und schreit in allen Far­ben. Die ein­zi­gen Hin­wei­se dar­auf, dass es sich bei Karl Frit­sch um eine tat­säch­lich exis­tie­ren­de Per­son han­deln könn­te, ist ein ver­steck­tes Impres­sum und die Tat­sa­che, dass auf der Sei­te nach einer Part­ne­rin gesucht wird, die schlank, Nicht­rau­che­rin und haus­halts­af­fin ist.

Android sicher machen

Wer sich mit dem Sicher­heits­ge­dan­ken rund ums Smart­phone beschäf­tigt, lan­det schnell auf dem Blog von Mike Kuketz.

Kuketz ist Sicher­heits­exper­te und hat bereits vor drei Jah­ren eine Arti­kel­se­rie zum The­ma Your Pho­ne Your Date – Android ohne Goog­le veröffentlicht.

Da ich immer schon mal roo­ten woll­te und die Gewähr­leis­tung für mein Han­dy abge­lau­fen war, habe ich die­se Arti­kel­se­rie zum Anlass genom­men, mein Han­dy goo­gle­frei zu machen.

Zunächst ist das ein lan­ger und müh­sa­mer Weg mit vie­len Rück­schlä­gen, der Weg und vor allem das Ziel loh­nen die Mühe.

Inter­es­sant war für mich – und das ist nur eine Bestä­ti­gung mei­nes Tuns – wie Goog­le immer wie­der ver­sucht auf das Smart­phone zu gelan­gen, um ent­spre­chend Daten abzu­grei­fen. Ich habe beob­ach­tet, dass über ver­schie­de­nen Goog­le Apps meh­re­re hun­dert Mal eine Ver­bin­dung vom Smart­phone zum Ser­ver auf­ge­baut wor­den ist und das sicher nicht immer zu Updatezwecken.

Ich will Goog­le nicht ver­teu­feln; die Diens­te der Num­mer eins im Inter­net und auf dem Smart­phone sind mone­tär gese­hen kos­ten­los und funk­tio­nie­ren her­vor­ra­gend. Die Preis dafür wird von den Daten­händ­lern in Bits und Bytes gemessen.

Zwei Din­ge habe ich im Vor­feld fest­stel­len kön­nen: Die Bequem­lich­keit obsiegt in vie­len Fäl­len über den Sicher­heits­ge­dan­ken und zwei­tens: Auch wenn Goog­le sich den Anschein von unend­li­cher Men­schen­freund­lich­keit gibt, per­sön­li­che Daten greift der Android-Ent­wick­ler und Inter­net­gi­gant trotz­dem zur wei­te­ren Ver­wer­tung ab. Selbst dann, wenn das in den Goog­le eige­nen Ein­stel­lun­gen restrik­tiv unter­bun­den wird.

Vor­ab sei gesagt: Das Pro­jekt funk­tio­niert nicht (zumin­dest nach mei­ner Erfah­rung) mit dem Betriebs­sys­tem, das ab Werk instal­liert ist. (Stock-Rom) Not­wen­dig ist eine soge­nann­te Cus­tom-Rom, also eine modi­fi­zier­te Ver­si­on des Goog­le-Betriebs­sys­tems Android ohne Goog­le-Apps. Man muss sich also auch mit dem Fla­shen einer Cus­tom-Rom beschäftigen.

Per­sön­lich habe ich mich für die Cus­tom-Rom Line­age­OS 14.1 ent­schie­den. Vor­teil einer offi­zi­el­len Dis­tri­bu­ti­on ist, dass die monat­li­chen Android-Sicher­heits­patches zeit­nah zum Update bereit­ste­hen. Somit kön­nen auch älte­re Smart­phones, die vom Her­stel­ler nicht mehr upge­da­tet wer­den pro­fi­tie­ren; oft­mals sogar von einer neue­ren Android-Version.

Obschon es an der ein oder ande­ren Stel­le viel­leicht noch hakt, kann ich jetzt schon fest­stel­len: Mein Smart­phone ist der­zeit nicht nur Goog­le – und Anbie­ter­frei (Sam­sung und Co. sau­gen selbst­ver­ständ­lich auch noch ein­mal reich­lich Daten), das Akku hält auf­grund der noch weni­gen zuge­las­se­nen Ver­bin­dun­gen auch län­ger und das Smart­phone ist schnel­ler geworden.

Für Tech­nik­be­geis­ter­te lohnt der Blick auf Mike Kuketz Blog auf jeden Fall – viel­leicht ist die doch rela­tiv radi­ka­le Lösung vom Han­dy ohne Goog­le inter­es­sant genug, sie auszuprobieren.

Google — auf dem Weg zur künstlichen Intelligenz?


Update 25.12.2017: Der Spie­gel hat Zukunfts­for­scher gebe­ten, ihre Ein­schät­zung vom Leben im Jah­re 2037 zu geben.
Das Smart­phone mel­det sich auf dem Park­platz des Dis­coun­ters Rewe: Eine Mit­tei­lung über heu­ti­ge Ange­bo­te im Rewe Markt ploppt auf. Noch im Auto spei­che­re ich für heu­te Nach­mit­tag per Sprach­be­fehl eine Notiz – Goog­le über­nimmt den Rest. Bei in der Notiz gespei­cher­ten Orten schlägt Goog­le pas­send vor, die Rou­te zu errech­nen und an Goog­le-Maps zu übergeben.
Wer mit akti­vier­tem Stand­ort Ver­lauf an einem frem­den Ort ein Foto macht, kennt das: Sinn­ge­mäß fragt Goog­le, ob sie das Foto in Goog­le Maps hoch­la­den wol­len. Ein im Gar­ten gemach­tes Foto zu Hau­se fragt Goog­le nicht an. Das wäre auch kon­tra­pro­duk­tiv, der Goog­le Ser­ver wür­de über­schwemmt mit Blumenbildern.

Bis­her sind die­se Algo­rith­men ein­fa­che Wenn-Dann Abfra­gen, wobei bei­spiels­wei­se Goog­le bereits viel wei­ter mit der „Schaf­fung“ künst­li­cher Intel­li­genz sein dürf­te. Bequem­lich­keit macht trä­ge und so sind wir bereits Gefan­ge­ner der Tech­nik, die uns das Smart­phone bereit­stellt. Die meis­ten Nut­zer sind sich über die Kon­se­quen­zen jedoch im Unklaren.

Das Sys­tem dahin­ter ist geni­al: Als Mono­po­list in Betriebs­sys­te­men für Han­dys und mit der Such­ma­schi­ne als Tor zum Netz ist Goog­le unan­ge­foch­ten die Num­mer eins der digi­ta­len Welt. Durch die erzwun­ge­ne Imple­men­tie­rung ver­schie­de­ner Apps auf dem Smart­phone spei­chert Goog­le alles, was wir mit dem Smart­phone machen und sen­det es zur Aus­wer­tung an die Goog­le Ser­ver – tau­send­fach am Tag.

Die von mir pro­to­kol­lier­te Anwen­dung kon­tak­tier­te inner­halb von zwei Stun­den fast 2000 mal den Server.

Was pas­siert, wenn künst­li­che Intel­li­gen­zen ein Bewusst­sein ent­wi­ckeln und Daten und Pro­fi­le aller Android-Smart­phone Besit­zer vorliegen?

Kön­nen wir über­haupt noch ein Android-Smart­phone nut­zen, ohne jeden Tag alles von uns preis zu geben?

Der IT-Sicher­heits­exper­te Mike Kuketz hat in einer Arti­kel­se­rie den Weg zum Goog­le frei­en Smart­phone beschrie­ben. Es lohnt sich zumin­dest mal dar­über nachzudenken.

In mei­nem Tech­nik-Blog habe ich die grund­le­gends­ten Din­ge für das Roo­ten, bzw. Fla­shen eines Smart­phones unter Linux beschrieben.

Instagram – Fotos über PC hochladen

Von Hau­se aus bie­tet Insta­gram kei­ne Mög­lich­keit Fotos auch über den PC hoch­zu­la­den. Nur über die zu instal­lie­ren­de App auf dem Smart­phone lässt sich Insta­gram nut­zen. Das hat natür­lich einen Grund; Insta­gram gehört zu Face­book und ist nicht nur an den Fotos son­dern auch an den Nut­zer­da­ten wie z.b. den eige­nen Stand­ort inter­es­siert, wenn die Stand­ort­er­ken­nung auf dem Smart­phone ein­ge­schal­tet ist.

Manch einer möch­te nun Insta­gram als Foto­al­bum am PC nut­zen, ohne sich die App auf das Han­dy zu laden.

Mit dem Brow­ser Chro­me und unter Zuhil­fe­nah­me der Ent­wick­ler­werk­zeu­ge lässt sich das machen.

Im Brow­ser Chro­me die Adres­se von Insta­gram auf­ru­fen, oben rechts unter den drei Punk­ten das Menü anwäh­len → Wei­te­re Tools → Ent­wick­ler­tools. In dem Menü rechts die mobi­le Ansicht wäh­len. Die Sei­te soll­te jetzt links als mobi­le Ansicht erschie­nen sein.

Oben lässt sich jetzt noch die Grö­ße und/oder ein Smart­phone simu­lie­ren. F5 drü­cken, um die Sei­te zu aktualisieren.

Jetzt kann die Kon­so­le über den Clo­se-But­ton oben rechts geschlos­sen wer­den und man ist wie­der in der vol­len Brow­ser­an­sicht. Chro­me simu­liert nun für Insta­gram den Auf­ruf der Sei­te über das ange­wähl­te Smart­phone und es erscheint, trotz Brow­ser­an­sicht, unten ein Menü zum Hoch­la­den von Bil­der oder Videos. 

Eine Frau, die es nicht gibt

Deni­se Frit­sch ist jung, gut aus­ge­bil­det und wie so vie­le Leu­te in ihrem Alter im Inter­net aktiv. Deni­se liebt Frau­en, in ihrem Blog Frit­schis Welt outet sich Deni­se Anfang des ver­gan­ge­nen Jah­res und erhält viel Zuspruch in den Kom­men­ta­ren. Es sind eini­ge sehr ermu­ti­gen­de Kom­men­ta­re dabei. Der Kom­men­tar einer Jas­min Nico­let­ta Gold­mann gefällt Deni­se besonders.

Die bei­den jun­gen Frau­en freun­den sich vir­tu­ell an, kom­mu­ni­zie­ren in den sozia­len Netz­wer­ken mit­ein­an­der und ver­lie­ben sich schließ­lich. Ende gut alles gut? Lei­der nein, Jas­min Nico­let­ta Gold­mann ist ein Real-Fake, eine Schein­exis­tenz, eine Per­son, die es offen­sicht­lich nicht gibt.

Das per­fi­de dabei: der oder die­je­ni­ge hat beim Auf­bau der fal­schen Iden­ti­tät dabei kei­ne Mühen gescheut; im Netz ist Jas­min Nico­let­ta Gold­mann unter ande­rem auf Twit­ter aktiv, sie hat ein Face­book-Pro­fil zwei Blogs, stellt auf you­tube Vide­os ein.

Als es end­lich dar­um geht, sich per­sön­lich ken­nen zu ler­nen, erkrankt Jas­min angeblich.

Die letz­te Nach­richt, die Deni­se erhält, ist von einer angeb­li­chen Freun­din von Jas­min, die ihr mit­teilt, dass Jas­min plötz­lich ver­stor­ben sei. Die gan­ze span­nen­de, wenn auch trau­ri­ge Geschich­te erzählt Deni­se in ihrem Blog.