
Hens entschied sich für letzteres. Die Beschreibung in seinem Buch geht weit über das hinaus, was man sonst an Literatur zum Thema Sucht finden könnte. Die kafkaeske Beschreibung dessen, was die Zigarette für Hens bedeutet hat und wie er jetzt als „Raucher, der nicht mehr raucht“ mit den Veränderungen, die durch den Verzicht das Sucht-Ich zur Höchstform auflaufen lassen, ist einfach genial.
Die Beschreibung der brodelnden Sucht, die ameisengleich unter der Oberfläche gärt, die Erinnerung an die Zigarette, die nach langer Abstinenz, Feuerwerkgleich, Nikotin „in tausend winzigen Explosionen in meine Gehirnwindungen prasselte, das großartige Feuerwerk, das Kitzeln in den Nerven“, den der Rausch der ersten Rückfallzigarette auslöst.
Hens kommt zu dem Ergebnis, dass trotz der großen Bedeutung der Zigarette, trotz des Suchtpotenzials, dass dem von Heroin wohl nicht unähnlich ist, trotz des auch nach Jahren wiederkehrenden Suchtdrucks, es nach der Feldenkrais-Methode möglich ist, jedem erlernten Verhalten eine Alternative entgegenzusetzen, um letztendlich an Freiheit zu gewinnen