Fünf Jahre rauchfrei

Wie die Zeit ver­geht. Vor fünf Jah­ren habe ich die letz­te Ziga­ret­te geraucht. Ich erin­ne­re mich auf­grund einer stres­si­gen Situa­ti­on drei Tag spä­ter noch mal ein paar Züge gemacht zu haben, nur um fest­zu­stel­len, wie blöd das ist. Von vie­len ehe­ma­li­gen Rau­chern ist zu hören, sie hät­ten ein­fach auf­ge­hört. Ich nicht. Letzt­end­lich war dann nach zehn Jah­ren Selbst­be­trug (kei­ne Ziga­ret­te vor 18 Uhr, 17 Uhr, 16 Uhr, nur noch beim Wein oder Bier usw.usf.) Anfang 2021 mit Niko­tin­kau­gum­mis, Pflas­tern, dem Buch „End­lich Nicht­rau­cher“ von Allen Carr und der Tat­sa­che, dass in dem Jahr sämt­li­ches Ver­füh­rungs­po­ten­zi­al in Form von Fei­er­lich­kei­ten wegen Coro­na nicht statt­fin­den konn­ten, end­lich Schluss mit der Qual­me­rei Quälerei.

Niko­tin hat das Sucht­po­ten­zi­al von Hero­in, sagt man. Wer’s nicht glaubt, kann ja mal das Buch „Niko­tin“ von Georg Hens lesen. Ich konn­te dem in allen Punk­ten zustim­men. Emp­feh­lens­wert ist das nur, wer als Nicht­rau­chen­der gefes­tigt genug ist.

Ich habe ins­ge­samt 40 Jah­re lang geraucht und wenn ich ehr­lich bin, hät­te ich auch nicht auf­ge­hört. Die War­nung eines Arz­tes, die Erkennt­nis der anfan­gen­den Gesund­heits­chä­di­gung und nicht zuletzt meh­re­re Todes­fäl­le im Bekann­ten­kreis auf­grund des Rau­chens, haben mich letzt­end­lich eines Bes­se­ren belehrt. Ich bin froh, es geschafft zu haben, wür­de mich (so wie Hens auch) aber nicht als Nicht­rau­cher, son­dern als Nicht­rau­chen­der bezeich­nen, clean und manch­mal mit Träu­men von mei­ner dama­li­gen Lieblingstabaksorte 😉

6 Gedanken zu „Fünf Jahre rauchfrei“

  1. Glück­wunsch und Respekt! Ich habe zum Glück nie rich­tig ange­fan­gen und nach­dem mit dem Rau­chen in Dis­ko­the­ken Schluss war, war auch mei­ne Zeit als Gele­gen­heits­rau­che­rin been­det. Mein Mann raucht nach eige­ner Aus­sa­ge ger­ne und daher lau­fen auch alle Ver­su­che, das zu redu­zie­ren ins Lee­re. Ich wür­de es mir ja wün­schen aber da reagiert er auf jeg­li­che Kom­mu­ni­ka­ti­on trot­zig. Küs­sen ist und bleibt halt was für Film&Fernsehn… Scheint einem pas­sio­nier­ten Rau­cher aber nicht zu fehlen 😄

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  2. Das Blö­de ist ja, dass das Niko­tin als Aus­lö­ser für die Kas­ka­de neu­ro­che­mi­scher Reak­tio­nen (Wach­heit, Stim­mungs­auf­hel­len­de und beru­hi­gen­de Wir­kung) nicht das Schlimms­te ist. Vor­nehm­lich krank­ma­chend, bzw. krebs­er­zeu­gend ist die Ver­bren­nung des Tabaks, mit bis zu hun­dert kar­zi­no­ge­ner Stoffe. 

    Also viel­leicht bes­ser damp­fen. Ech­ten Rau­cher und Rau­che­rin­nen ist das egal, die ver­wei­sen in der Regel auf Hel­mut Schmidt und das er schließ­lich als Ket­ten­rau­cher 97 Jah­re alt gewor­den ist.😁

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  3. Sehr gute Ent­schei­dung, Peter. Ich hab Anfang der 90‘er damit auf­ge­hört. Ich bin Bj. 63 und hab mit 14 rich­tig ange­fan­gen. Muss­te jetzt mal sel­ber rech­nen, wie lan­ge ich geraucht habe. Immer flei­ßig gequalmt, trotz Asth­ma. Wie bekloppt man doch so war.
    Ich wün­sche dir, dass du am Ball bleibst.
    Bis die Tage … 😊

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  4. Unse­re Bio­gra­phien ähneln sich ver­mut­lich; ich bin nur drei Jah­re jün­ger.😉 Ich kann mich auch noch schwach an die Anfän­ge des Rau­chens erin­nern. Mit zwölf die Pfei­fe vom Stu­ten­kerl zweck­ent­frem­det und mit drei­zehn, vier­zehn, Rau­chen auf Lun­ge mit geklau­ten HB trai­niert. Wer damals nicht rauch­te, war uncool. 🫣

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  5. “Rau­chen macht schlau und för­dert die Aner­ken­nung in der Gruppe”
    Oh, da bewe­gen wir uns in Tat alle in glei­chen Krei­sen. Ich bin BJ 67, nun über acht Jah­re Rauch­frei nach 34 Jah­ren non­stop qualmen.
    In mei­ner Kind­heit war aber Rau­chen auch total nor­mal, da mach­ten das alle.… irre. Hat­te ich aber auch schon drü­ber geschrieben…
    Also: Gra­tu­lie­re, will­kom­men im Club!

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    • Da sind wir fast gleich alt. Man kann also sagen, im Alter wird man schlauer 😉

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