
Bekanntlich möchte die Bundesregierung, vor allem im sozialen Sektor, den Rotstift ansetzen. Gespart werden soll vor allem bei denen, die sowieso schon wenig haben: Rentnern, Kindern, Jugendlichen, Familien, Alleinerziehenden und Menschen mit Behinderungen. Das Sparziel soll bei 8,6 Milliarden Euro liegen.
Dort also, wo alleine bereits jetzt die Inflation ihren Tribut fordert und jeder Euro drei mal umgedreht werden muss. Die Einsparung wird uns als alternativlos verkauft, und von vielen wird das auch geglaubt.
Auf der anderen Seite der Waagschale liegt das Vermögen der Wohlhabenden in der Bundesrepublik. Das geschätzte Gesamtvermögen der 500 reichsten Deutschen beläuft sich aktuell auf die astronomische Summe von rund 1,16 Billionen Euro. Das bedeutet, dass jeder dieser 500 Auserwählten im Schnitt ein Vermögen von ca.2,32 Milliarden Euro sein Eigen nennt.
Würde nun jeder dieser 500 Superreichen auf mickrige 0,86 % seines Vermögens verzichten, flössen auf einen Schlag 9.976.000.000, also knapp 10 Milliarden Euro in die Staatskasse. Damit wären die geplanten Kürzungen im Sozialbereich nicht nur komplett vom Tisch, es bliebe sogar noch ein Sümmchen übrig.
Und wie schmerzhaft wären diese 0,86 % für die Betroffenen? Nun, diese Prozentzahl bewegt sich in einer Größenordnung, in der ein durchschnittlicher Depotfonds ohnehin stündlich schwankt. Ein halbwegs talentierter Daytrader verbucht so einen »Verlust« wahrscheinlich innerhalb weniger Sekunden als ganz normales Grundrauschen an den Märkten.
Man spart also lieber mühsam bei denen, die jeden Euro dreimal umdrehen müssen, statt dort kurz anzuklopfen, wo ein statistischer Rundungsfehler das ganze Problem im Vorbeigehen lösen würde.
Merkt ihr selber, ne?