Wirtschaftscrash abgewendet?

Die Inter­na­tio­na­le Ener­gie­agen­tur (IEA) sah ges­tern schon die Lich­ter aus­ge­hen: Mas­si­ve Ver­sor­gungs­eng­päs­se bei Öl, Gas und Indus­trie­stof­fen, die alles bis­her Dage­we­se­ne in den Schat­ten stel­len soll­ten. IEA-Chef Fatih Birol mal­te bereits einen »schwar­zen April« an die Wand, falls der Iran die Stra­ße von Hor­mus wei­ter dicht­macht. Beson­ders in der deut­schen Indus­trie, die ohne­hin unter Strom­prei­sen lei­det, lie­gen die Ner­ven blank.

Wenig spä­ter dann die Mel­dung: Eine vier­zehn­tä­gi­ge Waf­fen­ru­he und die Öff­nung der Meer­enge. Aber ist das jetzt der gro­ße diplo­ma­ti­sche Durch­bruch oder nur eine wei­te­re Beru­hi­gungs­pil­le für den ner­vö­sen Markt?

Die Situa­ti­on ist an Para­do­xie kaum zu über­bie­ten: Aus­ge­rech­net der Mann, der den Kar­ren erst in den Dreck gefah­ren hat, lässt sich jetzt als Ret­ter der Welt­wirt­schaft fei­ern. Erst droh­te Trump dem Iran mit mar­tia­li­schen Wor­ten und ulti­ma­ti­ven Angrif­fen, um dann – nach Ver­mitt­lung durch Paki­stan – davon abzu­se­hen.

Euro­pa und Deutsch­land hal­ten sich der­weil vor­nehm zurück. Man ist wohl zu sehr damit beschäf­tigt, froh über die eige­ne Haut zu sein, als dass man es wagen wür­de, Trumps erra­ti­schen Füh­rungs­stil offen zu kritisieren.

Man muss kein Pro­phet sein, um zu ahnen: Trump mal wie­der mit dem Feu­er gespielt und fast einen Flä­chen­brand aus­ge­löst. Auch wenn wir ver­mut­lich so gera­de vor einem Wirt­schaft­s­crash vor­her gekom­men sind:

Was kommt nach dem Iran? 

Schreibe einen Kommentar