Die Kernpunkte jedenfalls sehen unter anderem Gebietsabtretungen vor, die so mancher Befürworter militärischer Aktionen in Deutschland wohl eher als Schmach ansieht. Nur – weder die Bundesrepublik noch Europa werden gefragt.
Nach fast dreieineinhalb Jahren Krieg und in Folge eines vermutlich weiteren bitterkalten Kriegswinters dürfte sowohl auf Seiten der Ukraine als auch auf russischer Seite die Lust auf militärischen Aktionen vergangen sein. Ganz zu schweigen von dem Leiden der ukrainischen Zivilbevölkerung. Bitter für die Ukraine dürften mögliche Gebietsabtretungen sein.
Die Ukraine soll die Gebiete Donezk und Luhansk vollständig räumen und diese Gebiete sowie die 2014 annektierte Krim de facto als russisch anerkennen.
Die weiteren wesentlichen Punkte umfassen:
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Die Regionen Cherson und Saporischschja sollen entlang der aktuellen Frontlinie aufgeteilt bleiben und eine entmilitarisierte Zone in Teilen Donezks entstehen.
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Die ukrainische Armee soll auf etwa 600.000 Soldaten begrenzt werden.
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Die Ukraine darf keinem NATO-Beitritt zustimmen, und keine ausländischen Truppen sollen auf ukrainischem Boden stationiert werden.
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Die Ukraine erhält keine westlichen Langstreckenwaffen, die tief in russisches Gebiet reichen könnten.
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Parallel sieht der Plan Sicherheitsgarantien vor, die weitere russische Aggression verhindern sollen.
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100 Milliarden US-Dollar eingefrorener russischer Vermögenswerte sollen für den Wiederaufbau der Ukraine bereitgestellt werden.
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Russland soll wieder in die G8 aufgenommen und schrittweise in die Weltwirtschaft integriert werden.
Quelle:
Deutschlandfunk.de
Selenskyj wird klug genug sein, den Friedensplan nicht abzulehnen, da die Ukraine befürchten muss, die Militärhilfen aus der USA zu verlieren. Die Frage um die Zugehörigkeit der durch Russland beanspruchten Gebiete könnte der ukrainische Staatschef von einer durch internationale Beobachter abgesicherten Referendum und Volksabstimmung mit abschließender und endgültiger Klärung der Zugehörigkeit ins Spiel zu bringen.
Sicherheitsgarantien durch die USA sind obligatorisch. Europa und vor allem die Bundesrepublik kann und sollte das nicht leisten, auch wenn sich die USA das vermutlich von Europa gut bezahlen lässt.
Dass dieser Abnutzungskrieg zu nichts führt, sollte inzwischen auch den Befürwortern aus der politischen Elite in Deutschland klar sein.
Für einen Waffenstillstand zwischen Russland und der Ukraine und in Folge vielleicht zu einem stabilen Frieden jedenfalls sind Verhandlungen alternativlos. Ebenfalls könnte damit die heiß gelaufene Eskalationsspirale abgekühlt und das Säbelrasseln zwischen Europa und Russland beendet werden.
Entscheiden muss das letztendlich die Ukraine.
DAS sind keine Friedensverhandlungen. Verhandlungen sind nötig. Aber solche auf Augenhöhe. Die sind allerdings in keinster Weise gegeben. Und ich rede nicht von den Europäern, die sich jetzt beleidigt geben. Nein, es ist Sache der Ukraine und Russlands. Wie da mit dem Schwächeren umgegangen wird bzw. wie das versucht ist, führt bei mir zu Brechreiz. Trump und Putin sind eine Mischpoke. In einen Sack und draufhauen. Man trifft buchstäblich immer den richtigen Verbrecher.
Die Alternative ist eine Weiterführung des Abnutzungskrieges, der auf Dauer vermutlich in einem Vernichtungskrieg endet, sollten die USA ihre Militärhilfe einstellen. Wenn es darum geht, das Leid von Zivilisten — vor allem Frauen und Kinder, aber auch von Soldaten zu beenden, muss man vielleicht manchmal ungewöhnliche Wege denken.
Aber du hast Recht: Die Entscheidung sollte einzig die Ukraine treffen. Problem dabei ist allerdings, dass es ohne Sicherheitsgarantien der USA wohl nicht funktionieren wird.
Ich weiß nicht, was ich von diesem “Friedensplan” halten soll. Mir scheint es, als würde einer vollständigen feindlichen Übernahme der Ukraine durch Russland danach nichts mehr im Wege stehen. Wie sehr man sich auf das Wort von Trump verlassen kann? Da habe ich ehrlich gesagt kein Vertrauen in die Sicherheitsgarantien. Allerdings sehe ich auch nicht, dass dieser Krieg anders zu einem Ende kommt. Keine leichte Entscheidung für die Ukraine.
ich denke es geht nur mit einem restriktiven Vertrag unter dem Schutz der USA. Putin muss wissen, wenn er die Ukraine noch mal angreift, muss klar sein, dass die USA reagiert. Ob Putin dem zustimmt würde ich auch mal bezweifeln.
Die 28 Punkte sind vielleicht nicht alle inakzeptabel. Aber als Gesamtwerk ist es ein Machwerk. Typisch für diese Administration. Dass ein Russe (enger Berater von Putin) dabei ist, macht das Paket rund.
Ich meine trotzdem, dass wir keine Chance zu Verhandlungen ungenutzt lassen sollten. Die Politik, die der Waffengewalt das Wort reden, sind gleichsam diejenigen, die davon nicht betroffen sind. Und — wir haben mit dem Abkommen, so es denn zustande kommt, die Gelegenheit, die USA wieder ins Boot zu holen.
Wenn die USA Sicherheitsgarantien für die Ukraine gibt, wird Putin sicher keinen Konflikt an der Ostflanke der NATO provozieren. Außerdem glaube ich, dass wir uns in der Nach-Putin Ära wieder an Russland annähern sollten. Im Gegensatz zu unserer ehemaligen Außenministerin bin ich nicht der Meinung dass wir mit Russland im Krieg sind. Ich denke auch nicht, dass das russische Volk vorbehaltlos den Argumenten von Putin und seinen Schergen folgt.
schon alleine wie mit Selensky umgegangen wird macht es m.M.n. nicht zu Friedensverhandlungen, sondern zu einer bedingungslosen Kapitulation Was Trumps Versprechen wert sind wissen wir alle: er war Zeitlebens Dealmaker — hat sich aber selber nie daran gehalten. Rubio ist der einzige, den ich nicht als komplettes Arschloch einstufe. Dem war schon die ehrlose Nummer seinerzeit im Weissen Haus zuwider . Alle anderen? Ehrlose Wichte, die nur ihren Nutzwn aus dem Leid der Ukraine ziehen wollen.
CU
P
Ja leider scheint es darauf hinaus zu laufen. Putin hat ja auch direkt zu verstehen gegeben, was er von Friedensverhandlungen hält.