Neue Hardware

Mein doch etwas betag­ter Rech­ner muss­te erneu­ert wer­den. Ich hat­te mir vor fünf Jah­ren einen PC der Mar­ke Acer etwas auf­ge­motzt und als Betriebs­sys­tem Linux-Mint im Dual­boot mit Win­dows spen­diert. Da mei­ne gesam­te ande­re Peri­phe­rie inzwi­schen aus dem Hau­se Apple ist, war für mich fol­ge­rich­tig, dass es irgend­wann ein Mac, sozu­sa­gen als Home­ba­se wer­den würde. 

Wur­de es auch, aller­dings kein IMac, son­dern ein Mac Mini M4 mit 16GB Ram und 512 GB Fest­plat­te. Als Ergän­zung einen Sate­chi-Hub, das ist sozu­sa­gen ein Unter­bau für den Mac-Mini, der ver­schie­de­ne Funk­tio­nen ergänzt. Zum einen erwei­tert der Hub den Mac um ein paar USB-Anschlüs­se und einen Kar­ten­le­ser, zum zwei­ten kann dort eine inter­ne SSD unter­ge­bracht wer­den, die der Mac (angeb­lich, hof­fent­lich 🧐) als Fest­plat­te erkennt. 

Drit­tens und auch nicht unwich­tig, mit dem Hub muss der Mac zum Ein – und Aus­schal­ten nicht mehr ange­ho­ben wer­den, der Hub lässt den Mac etwas höher daste­hen und hat für den Ein/Ausschalter eine Ein­ker­bung. (Wobei ich nicht ver­ste­hen kann, dass jemand auf die Idee kom­men kann, einen Schal­ter im Boden zu versenken)

Der Mac-Mini hat alle Anschlüs­se, die man braucht. In der Mehr­heit sind das Thun­der­bolt und USB‑C Anschlüs­se, sie sich aber alle mit­tels Adap­ter mit USB-Gerä­ten ver­bin­den las­sen. Wenn man ein­mal mit Apple gear­bei­tet hat, weiß man: Alles funk­tio­niert und das tadel­los. Mac-Mini anschlie­ßen, Über­nah­me der Daten, Ein­stel­lun­gen, Datei­en und Pro­gram­me von mei­nem Mac-Book; all das war in kur­zer Zeit ohne Mur­ren bewerkstelligt. 

Die ein­zi­ge Anwen­dung die rum­zick­te, war die von Micro­soft. Das Office Paket für Mac signa­li­sier­te Unwil­len zu funk­tio­nie­ren. Ich neh­me an, da ich es sei­ner­zeit nur mit einer Lizenz für einen PC erwor­ben hat­te. Ich konn­te aber recht preis­güns­tig ein Office Paket 2021 für Mac bekom­men. (An die­ser Stel­le ein herz­li­ches Dan­ke­schön an mysoftware.de für den tol­len Sup­port) MS Office ist unge­schla­gen wohl die bes­te Soft­ware für Text/Kalkulation, das kann Micro­soft wirk­lich gut. 

Der Preis von für den Mac-Mini geht aus mei­ner Sicht in Ord­nung, in der Kon­fi­gu­ra­ti­on mit 512 GB kos­tet der Mini M4 800 Euro, das kos­tet ein Mit­tel­klas­se PC mit Win­dows auch. Apple lässt sich aller­dings Spei­cher­platz fürst­lich bezah­len, da muss man schon auf­pas­sen, für wel­chen Ein­satz­zweck der Mac sein soll. Nach­rüs­ten ist nicht. Apro­pos nachrüsten. 

Natür­lich kann man am Mac Mini jede Tas­ta­tur und jeder Maus nut­zen; ich habe aber sehr schnell gemerkt, dass die Ori­gi­nal Apple Tas­ta­tur und Maus bei wei­tem unschlag­bar für den Mac ist. Die wun­der­ba­ren Funk­tio­nen mit­tels Short­cuts las­sen sich näm­lich nur mit der Apple Tas­ta­tur auf­ru­fen. Bei­de Ein­ga­be­ge­rä­te lässt sich Apple natür­lich auch gut bezah­len, das soll­te man wis­sen und zum Grund­preis addieren. 

Ansons­ten – WOW! Ich bin als Apple Jün­ger ja schon eini­ges gewohnt, aber die schaf­fen es immer wie­der mich zu über­ra­schen. Nicht nur die erwähn­ten Short­cuts, das Zusam­men­spiel mit der haus­ei­ge­nen KI, son­dern auch die über­grei­fen­de Zusam­men­ar­beit mit ande­ren Apple Gerä­ten sucht sicher­lich ihres­glei­chen. Bei­spiel gefällig? 

Ich hat­te einen Text­ab­schnitt in die Zwi­schen­ab­la­ge kopiert, den ich im Anschuss auf dem Mac­book oder IPho­ne ein­fü­gen kann. Datei­en, Tex­te die auf dem einen Rech­ner ange­fan­gen sind, kann ich wie selbst­ver­ständ­lich auf dem andern wei­ter bear­bei­ten usw.usf.

Design, Funk­ti­on, bei Apple passt das ein­fach. Ok, ich bin als Apple Fan nicht ganz objek­tiv, ich höre schon auf….. 😉

6 Gedanken zu „Neue Hardware“

  1. Tja, ich wer­de wohl nie zum Fan aber ich kann gut ver­ste­hen, dass so ein inein­an­der­grei­fen­des Sys­tem extrem kom­for­ta­bel ist. Das dann ein Ein­schalt­knopf, der das Design stö­ren wür­de, an die Unter­sei­te ver­setzt wird, ver­zeiht ein ech­ter Fan doch 😉
    Viel Spaß mit der neu­en Hardware!

    • Ich habe mir sagen las­sen, dass die meis­ten Nut­zer ihren Mac-Mini auf­grund der gerin­gen Leis­tungs­auf­nah­me von 5 Watt, stän­dig anlas­sen. 🤷‍♂️ Dafür bin ich mit dem Satz: “Mach das Licht aus” zu sehr belehrt wor­den, das geht gar nicht. 😃

  2. Was Du schon ver­mu­test: es stimmt wohl. die meis­ten Mac-User schal­ten das Teil nur ein­mal an und ansons­ten gibt es ja die Ein­schlaf­funk­ti­on — dabei wer­den vie­le Din­ge im Spei­cher gelas­sen und müs­sen dann nicht neu beim Boo­ten gela­den wer­den. Etwas ähn­li­ches gibt es ja auch bei Win­dows: Beim “aus­schal­ten” wird der Rech­ner in der Tat nicht kom­plett aus­ge­schal­tet und der Spei­cher geleert, son­dern es blei­ben vie­le Daten red­un­dant im Speicher.
    goog­le erklärt das so: Her­un­ter­fah­ren schal­tet den PC aus, aber bei moder­nen Win­dows-Sys­te­men oft nur in einen Schnell­start-Ruhe­zu­stand; ein Neu­start hin­ge­gen been­det alle Pro­zes­se voll­stän­dig, leert den Arbeits­spei­cher (RAM) und lädt das Betriebs­sys­tem neu, was Feh­ler behebt und Updates anwen­det, wäh­rend Her­un­ter­fah­ren haupt­säch­lich Ener­gie spart, aber Pro­ble­me bei akti­vier­tem Schnell­start bestehen las­sen kann.
    Des­halb wun­dern sich vie­le User war­um bestimm­te Pro­ble­me trotz ord­nungs­ge­mä­ßem “her­un­ter­fah­ren” beim nächs­ten Start immer noch da sind..
    Die Funk­ti­on “akti­vier­ter Schnell­start”, die stan­dard­mä­ßig akti­viert ist wur­de bei mir auch des­halb deaktiviert.

    Dass mit dem Spei­cher ist tat­säch­lich etwas, was ich bei Apple nicht so toll fin­de. 512 GB fin­de ich für einen PC (ich benut­ze mal die­sen Begriff in Hin­sicht auf die All­tags­nut­zung) schon eher klein — dafür sind die Auf­prei­se auf eine bes­ser aus­ge­stat­te­te Stu­fe umso üppi­ger. Habe selbst in mei­nen Lap­tops kei­ne M.2 SSD unter einem TB. Mein Omni­book wur­de sogar von 1TB auf 4TB auf­ge­rüs­tet, damit ich dort mei­ne Musik und Vide­os im schnel­len Zugriff habe.
    Klar kann man argu­men­tie­ren, dass man kei­ne gro­ßen Fest­plat­ten braucht, denn man kann ja alles in die iCloud aus­la­gern und dann auf der gan­zen Welt dar­auf zugrei­fen. Aber genau das will ich aus Daten­schutz­grün­den (Con­tent Spie­fing) nicht — und die Prei­se, die Apple für ihren iCloud Spei­cher auf­ruft sind auch echt happig.
    Bei Micro­soft ist im jähr­li­chen Office-Abo von knapp 60 € ein One­Dri­ve Spei­cher­platz von 1TB! ent­hal­ten. Den kann ich allei­ne nut­zen oder noch an 4 wei­te­re Fami­li­en­mit­glie­der pro­vi­sio­nie­ren. Da hat man mehr Cloud­spei­cher als bei Apple und die gan­zen Office-Pro­gram­me noch kos­ten­los dazu..

    Lei­der geht man auch bei HP dazu über, RAM fest zu ver­lö­ten — eine Erwei­te­rung ist dann nicht möglich.
    Die Erklä­rung, war­um das gemacht wird, ist die angeb­lich höhe­re Geschwin­dig­keit bei Lese und Schreib­zu­grif­fen. Ich hal­te das für absurd — man will nicht, dass Kun­den Spei­cher bei Dritt­an­bie­tern güns­tig erwer­ben. Dafür nimmt man lie­ber in Kauf, dass bei einem RAM Pro­blem das kom­plet­te Main­board inklu­si­ve CPU ein Fall für die Schrott-Ton­ne ist.

    Ich wün­sche Dir viel Spaß mit dei­nem neu­en Spie­ler­chen — ich habe hier ja auch noch ein Mac­Book Pro von 2019 — und mal das neue “Glass”-Design getes­tet. Ganz schick — funk­tio­niert sogar mit einer HP Thun­der­bolt Docking-Sta­ti­on, damit ich meh­re­re Bild­schir­me ansteu­ern kann..
    Bes­te Grü­ße aus­’m Pott, Hömma!
    CU
    P.

    • Die Cloud-Prei­se bei Apple emp­fin­de ich nicht als so teu­er. Für 2TB 10 Euro im Monat, das ist eigent­lich fair. Die Prei­se für Spei­cher­ka­pa­zi­tät in der Hard­ware sind aller­dings eine Frech­heit, da stim­me ich dir zu. Aller­dings braucht man beim Mac auch kei­ne so gro­ße Kon­fi­gu­ra­ti­on, die habe ein her­vor­ra­gen­des Spei­cher­ma­nage­ment. Wenn Du also nicht gera­de Pro­fi­vi­deo­fil­mer bist, rei­chen 16GB Ram alle­mal aus. (Übri­gens auch für Video­schnit­te, habe ich probiert) 

      Das Fest­plat­ten­pro­blem lässt sich (hof­fent­lich) mit Ein­satz des Hubs lösen. Hier hast Du die Mög­lich­keit, bis zu 4TB inter­ne SSD ein zu set­zen. Ich habe das noch nicht aus­pro­biert, da im Moment inter­ne SSD’s wohl Man­gel­wa­re sind. Mir wur­den Lie­fer­zei­ten von vier Wochen ange­zeigt, ich berich­te dann. 

      Gruß aus dem Sauerland.

  3. Kennt ihr den Pod­cast von Sascha Pal­len­berg? Er hat vori­ge Woche beschrie­ben, wes­halb er nun Win­dows den Rücken zudreht. Ich fand das auch des­halb inter­es­sant, weil er sei­ne unschö­nen Erleb­nis­se mit der Tat­sa­che ver­bun­den hat, dass der Code von Win­dows gemäß dem CEO von M$ (Äuße­rung vom März d.Js.) zu 30 % von KI gene­riert wor­den sei. So nach dem Mot­to: Das kann ja nur schief­ge­hen. Nun han­tiert auch er angeb­lich nur noch mit Linux und Apple (sic?). Ich ken­ne eini­ge Win­dows-User, die von ähn­li­chen Pro­ble­men nichts zu berich­ten wuss­ten. Na, das waren halt kei­ne Profis.

    • Ich möch­te noch ergän­zen: Bin auch Apple-Fan und — natür­lich — User.

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