
Das Faszinierende am Zen Garden ist die Einschränkung: Jedes einzelne Design, das du auf der Seite auswählen kannst, nutzt exakt denselben HTML-Code. Die Teilnehmer dürfen keine einzige Zeile am HTML ändern, kein »div« hinzufügen und keine Klasse umbenennen. Die gesamte visuelle Transformation – von minimalistisch über futuristisch bis hin zu klassisch – geschieht ausschließlich über eine einzige externe CSS-Datei.
Bevor der Zen Garden populär wurde, war das Web voll von „Tabellen-Layouts“ und unsichtbaren Platzhalter-GIFs. Design und Inhalt waren untrennbar im Code vermischt. Der Zen Garden diente als „Weg der Erleuchtung“ (wie es im Text heißt), um Designern zu zeigen:
Wiederverwendbarkeit: Man kann das Aussehen einer kompletten Website ändern, ohne den Inhalt anzufassen.
Barrierefreiheit: Da das HTML sauber strukturiert bleibt, können Screenreader den Text problemlos lesen, egal wie wild das CSS darüber liegt.
Effizienz: Ein zentrales Stylesheet steuert das gesamte Branding.
Mittlerweile ist die Seite fast schon eine Art Museum. Während moderne Techniken wie Flexbox und CSS Grid heute Standard sind, stammen viele der berühmten Designs aus einer Zeit, in der man sich noch mit den Fehlern des Internet Explorers herumschlagen musste. 🤢
Das Projekt zeigt eindrucksvoll, dass technischer Fortschritt nicht nur aus neuen Funktionen besteht, sondern vor allem daraus, Schönheit aus Struktur zu schaffen.
Ich verliere mich manchmal in den wundervollen, anspruchsvoll gestalteten Seiten der CSS-Künstler und Künstlerinnen. Das dort wirklich nur die Crème de la crème antreten soll, wird schnell bei den Teilnahmebedingungen klar. Explizit wird zur Teilnahme hingewiesen: Bitte nur Grafikkünstler.
Oh ja ich erinnere mich noch gut daran (an die Seite). Damals hat man neben CSS auch HTML sich versucht anzueignen. Da muss ich immer auch an SELFHTML denken. Die beiden Seiten mochte ich sehr, da man sehr gut und viel lernen bzw. mitnehmen konnte für eigene Projekte.
Hach ja, die guten alten Zeiten, oder?
Ich habs auch total geliebt auf diesen Seiten zu stöbern und besonders auf den Showcase Seiten neue Inspirationen zu entdecken. Heute ist das ja ganz anders. Hauptsache clean ohne Tüddelkram 🙈
Opa erzählt vom (Browser) Krieg 😄
Schöner Blick zurück bis ins Heute.
Wenn ich durch den Feed bei LinkedIn stöbere, dann leben wir ja in einem Zeitalter, wo Leute sich “Webdeveloper” nennen, die nur Pagebuilder/Webflow kennen und kein Wort HTML5 oder CSS3 sprechen. 😉