Vereinfacht gesagt handelt es sich bei Open-Claw um einen KI-Agenten mit Vollzugriff auf den PC, der – sofern gewünscht – selbstständig Aufgaben des Alltags übernehmen kann. Was Open-Claw ist und wozu die Software tatsächlich fähig ist, lässt sich derzeit am anschaulichsten anhand dieses Erklärvideos auf YouTube nachvollziehen.
Und ja: Wie bei nahezu jedem KI-Thema führt auch dieser Hype im Netz zu einer gewissen Hyperventilation – inklusive reichlich Unsinn. Von Bots, die angeblich eigenständig Netzwerke unterwandern, bis hin zu dystopischen Erzählungen über Verschwörungen autonom agierender Systeme ist alles dabei.
Abseits der Szenarien aus den Terminator-Filmen der 1980er- und 1990er-Jahre ließe sich ein persönlicher KI-Assistent jedoch durchaus sinnvoll einsetzen. Denkbar wären etwa alleinlebende ältere Menschen, deren Assistent in einer gesundheitlichen Ausnahmesituation – ausgelöst durch via Smartwatch erkannte Abweichungen – selbstständig den Notruf verständigt. Ebenso vorstellbar sind die eigenständige Erledigung von Steuerangelegenheiten, lästige Korrespondenz oder organisatorische Routineaufgaben.
Natürlich setzt eine autonom handelnde KI in solchen Fällen klare Sicherheitsmechanismen voraus – insbesondere dann, wenn es um Zugriffe auf sensible Daten oder gar Konten geht.
Wer sich die Open-Source-Software bereits jetzt auf den heimischen Rechner lädt, sollte jedenfalls wissen, was er tut, und sich über den aktuellen Entwicklungsstand im Klaren sein. Ein System mit umfassendem Zugriff ist kein harmloses Spielzeug.
Noch ist vieles davon vor allem Hype. Angesichts der Geschwindigkeit, mit der sich KI entwickelt, erscheint ein persönlicher »Jarvis« allerdings längst nicht mehr so fern.
Das liest sich ein wenig zu euphorisch. Ich sage das, nachdem ich Claudias Artikel zum Thema gelesen habe. Dass alles Mögliche veröffentlicht, also zur freien Verwendung lanciert wird, macht mir schon etwas Sorgen. Bei Altman habe ich noch großzügig ignoriert, dass sein Unternehmen Unausgereiftes, Unfertiges dem User an die Hand gibt. Aber wenn ich mir überlege, was “Open-Claw” ist und anrichten könnte, zucke ich doch zurück. Wie ich überhaupt merke, dass meine anfängliche Begeisterung für KI inzwischen stark abgeflacht ist. Ich nutze KI (im Moment jedenfalls) längst nicht mehr in dem Umfang wie noch vor wenigen Monaten.
@Horst. Mir ist klar, dass in Zukunft einiges auf der Strecke bleibt, bzw. gefährdet ist, der Datenschutz beispielsweise. Ich denke aber auch, dass diese Gefahren in der »Testphase« mit einkalkuliert sind. Man rechnet sicher geradezu damit, dass einige Skript-Kiddys ihren Computer sprengen, um von deren Erfahrung zu lernen. Dass Bots bei dem sozialen Netzwerk nur für KI tatsächlich eine Religion gegründet haben sollen, halte ich allerdings auch für das Werk einiger Skript-Kiddys.😉
Weiß der Himmel. Jedenfalls werden mit solchen Softwarepaketen wohl Hijacking und andere Übelkeiten noch weiter und schneller verbreitet, als das je zuvor der Fall gewesen ist.
Neee… ich habe schon Zahnschmerzen bei Microsofts “Recall”-Funktion, die ich auf meinem Omnibook habe. Da dieser Rechner aufgrund der CPU mit neuronalen Kernen zu den KI-Rechnern gehört, könnte ich das Tool nutzen, welches alle naselang Screenshots speichert (und nach Microsoft schickt). Das setzt das verschlüsseln der Festplatte mit Bitlocker voraus. Beides Dinge, denen ich äußerst skeptisch gegenüberstehe und auch nicht aktiviere!.
Daten die wo anders hingehen, sind nicht mehr meine Daten. Punktum! Und wenn ich KI nutzen muss, um Alltagsaufgaben zu bewerkstelligen, sollte ich mal mein Timesheet überarbeiten — vielleicht habe ich mich von Fritze schon einlullen lassen, dass ich zu wenig arbeite und schiebe extraschichten wie in dem alten Lied aus dem Jahr 1983 von Geier Sturzflug (Du merkst — es wiederholt sich alles so um die 50 Jahre). Ach geht ja nicht — bin ja Rentner. 🙂
KI ist in meinen Augen erst mal eines: ein Hype, bei dem jeder Geld verdienen will. Wir sehen aber jetzt schon, wofür teure Energie für die Rechenzentren vergeudet wird: blödsinnige Videos — möglichst viele, damit man Likes und Follower bekommt (geh mal auf YouTube — Du fällst hintenüber!), Ebenso Videos, die sich nach einem Transkript generieren und die Wahrheit stark verfälschen (dazu recherchier ich grade und werde dazu einen Beitrag und sogar ein Video machen).
Wenn die ganze Nummer auch noch OpenSource ist und der Quellcode frei verfügbar + sich der PC nackig macht, was die Sicherheit angeht. Da bin ich raus! Ich bin zwar ein Nerd und ein “Grandfather” — aber bescheuert und dement bin ich noch nicht…
Grüße aus dem Verschwörungstheorie verseuchtem Ruhrpott!
Na ja, der Sauerländer ist ja per se misstrauisch. Ich persönlich würde das auch erstmal nicht ausprobieren wollen, denke aber dass sich da einige bahnbrechende Dinge auftun. Ich fand das Video dazu ganz interessant, vorm allem kein Fachchinesisch, gut erklärt und auch auf die Gefahren hingewiesen. Aufhalten tun wir die Entwicklung jedenfalls nicht — und so ein Jarvis könnte ich mir ganz gut vorstellen. Der muss ja nicht unbedingt auf dem heimischen PC laufen.
Die Steuererklärung würde ich tatsächlich outsourcen. Dazu gehört aber auch, dass das Thema Datensicherheit geklärt ist. Ansonsten nehme ich aber auch einen Jarvis, der mit die Fenster putzt, die Wäsche wäscht und die Küche aufräumt 😉.
Auch das ist ja im Bereich des Denkbaren 😃. Wobei — Fensterputzroboter gibt’s ja schon.
Ich finde das Theam KI grundsätzlich sehr interessant und versuche da auch nicht den Anschluss zu verlieren, was sich allerdings ein wenig schwierig gestaltet. Ich habe nicht so ein tiefes technisches Verständnis für die Sache, was es etwas schwieriger macht sie zu verstehen. Die Videos, die ich darüber schon gesehen habe, sind für mich faszinierend und beängstigend zugleich, auch wenn ich manchem nicht so richtig folgen kann. Na mal schauen, wie sich das alles entwickeln wird. Ich werd es jedenfalls interessiert beobachten.
@Martin: Ich fand das verlinkte Video ziemlich aufschlussreich und verständlich, obwohl es ja “nur” die Weiterentwicklung der künstlichen Intelligenz erklärt. Erschreckend ist für mich weniger die KI als solches, als die gewaltigen Ressourcen, die wir dafür in Zukunft aufwenden müssen. Neben dem elektrischen Heizen und dem elektrischen Fahren sind die riesigen Serverfarmen ja extrem stromhungrig, da bin ich mal gespannt, wo der viele Strom auf Dauer herkommen soll.