Geschüttelt, nicht gerührt

Am Sams­tag habe ich mir den letz­ten Teil aus der lan­gen Rei­he der Bond-Fil­me noch ein­mal ange­se­hen. Der Film lief bereits 2021 im Kino, für mich war es also eine Wie­der­ho­lung. Eigent­lich hat­te ich gehofft, in die­sem Jahr wie­der ein­mal wegen Bond ins Kino zu gehen. Zu früh gefreut.

Ama­zon MGM Stu­di­os hat inzwi­schen die krea­ti­ve Kon­trol­le über die 007-Rei­he über­nom­men, das war’s dann aber auch schon. Weder gibt es ein Dreh­buch, noch eine erkenn­ba­re Idee – und von einem neu­en Bond-Dar­stel­ler ganz zu schweigen.

Auf mei­ner Wunsch­lis­te für einen neu­en Bond gehört ein Dar­stel­ler vom Typ Pier­ce Bros­nan in die Rol­le des MI6-Agen­ten. Dani­el Craig hat sei­ne Sache kei­nes­wegs schlecht gemacht, im Gegen­teil. Doch gera­de in den letz­ten Fil­men war mir zuviel Gefühls­du­se­lei im Spiel.

Ein Dop­pel-Null-Agent im Ein­satz rich­tet sich not­falls auch unter Was­ser erst ein­mal die Kra­wat­te – und macht dann wei­ter. Das hat­te Stil. Zu sehen ab der drit­ten Minute

So was erwar­tet man von einem bri­ti­schen Geheim­agen­ten. Die Buch­ma­cher­sei­ten lau­fen übri­gens schon heiß, wer wohl Nach­fol­ger von Bond wer­den soll. Hoch gehan­delt wer­den zwei Nach­fol­ger: Callum Tur­ner und Tay­lor-John­son gel­ten der­zeit als die hei­ße Anwär­ter, wenn man Spe­ku­la­tio­nen und Wett­quo­ten zusam­men betrachtet.

Ich hät­te mir Idris Elba eben­falls vor­stel­len kön­ne, schließ­lich hat der die not­wen­di­ge Bla­siert­heit für einen James Bond. Elba ist aller­dings auch schon 53 Jah­re alt. Nach eige­nen Anga­ben steht er nicht zur Ver­fü­gung, obwohl er offen­sicht­lich einen Spaß dar­an hat, die Dis­kus­sio­nen immer wie­der anzu­fa­chen.

Per­sön­lich fällt mir noch Tom Har­dy ein, der in Mob­Land bewie­sen hat, dass er mit aus­drucks­lo­ser Mie­ne die Lizenz zum Töten hat. 

Wie auch immer, es ist wohl so, dass vor 2028 nichts viel pas­siert. Geplant ist der­zeit kon­kret noch nichts. Also heißt es war­ten und viel­leicht den ein oder ande­ren Bond-Film von ins­ge­samt 25 Fil­me noch mal gucken:

Alle Filme mit Darstellern

a. Sean Con­nery (1962–1971)
• Amts­zeit: 1962–1971
1. James Bond 007 jagt Dr. No (Dr. No, 1962)
2. Lie­bes­grü­ße aus Mos­kau (From Rus­sia with Love, 1963)
3. Gold­fin­ger (Gold­fin­ger, 1964)
4. Feu­er­ball (Thun­der­ball, 1965)
5. Man lebt nur zwei­mal (You Only Live Twice, 1967)
6. Dia­man­ten­fie­ber (Dia­monds Are Fore­ver, 1971)


b. Geor­ge Lazen­by (1969)
• Amts­zeit: 1969
7. Im Geheim­dienst Ihrer Majes­tät (On Her Majesty’s Secret Ser­vice, 1969)


c. Roger Moo­re (1973–1985)
• Amts­zeit: 1973–1985
8. Leben und ster­ben las­sen (Live and Let Die, 1973)
9. Der Mann mit dem gol­de­nen Colt (The Man with the Gol­den Gun, 1974)
10. Der Spi­on, der mich lieb­te (The Spy Who Loved Me, 1977)
11. Moon­ra­ker – Streng geheim (Moon­ra­ker, 1979)
12. In töd­li­cher Mis­si­on (For Your Eyes Only, 1981)
13. Octo­pus­sy (Octo­pus­sy, 1983)
14. Im Ange­sicht des Todes (A View to a Kill, 1985)


d. Timo­thy Dal­ton (1987–1989)
• Amts­zeit: 1987–1989
15. Der Hauch des Todes (The Living Day­lights, 1987)
16. Lizenz zum Töten (Licence to Kill, 1989)


e. Pier­ce Bros­nan (1995–2002)
• Amts­zeit: 1995–2002
17. Gol­de­nEye (Gol­de­nEye, 1995)
18. Der Mor­gen stirbt nie (Tomor­row Never Dies, 1997)
19. Die Welt ist nicht genug (The World Is Not Enough, 1999)
20. Stirb an einem ande­ren Tag (Die Ano­ther Day, 2002)


f. Dani­el Craig (2006–2021)
• Amts­zeit: 2006–2021
21. Casi­no Roya­le (Casi­no Roya­le, 2006)
22. Ein Quan­tum Trost (Quan­tum of Solace, 2008)
23. Sky­fall (Sky­fall, 2012)
24. Spect­re (Spect­re, 2015)
25. Kei­ne Zeit zu ster­ben (No Time to Die, 2021)

Quel­le: ChatGPT

2 Gedanken zu „Geschüttelt, nicht gerührt“

  1. Bei James Bond habe ich immer das Gefühl, dass es nur 3 Roma­ne sind, die immer und immer wie­der neu ver­filmt wer­den. Ist so Lang­wei­lig wie “IBES” = spä­tes­tens wenn man das drit­te Mal Affen­ho­den mamp­fen soll, weiß man, denen fällt nix Neu­es ein — des­halb guck ich mir das erst gar nicht mehr an.
    Die Fil­me mit Dani­el Craig fand ich per­sön­lich noch am gelun­gens­ten und am nähes­ten zur Rea­li­tät (naja, rea­lis­tisch sind die ja alle nicht wirklich).
    Aller­dings moch­te ich die Phy­sis und den mini­ma­len Ein­satz die­ser Gad­gets von Q, X, oder Z (was weiß ich noch, wie der Geni­us hieß. War jeden­falls einer von Mon­thy Python — dem­entspre­chend hät­te ich als Gad­gets, so was wie ein Kau­gum­mi-Gewehr erwartet).
    Die fand ich tat­säch­lich ein­fach nur albern (Pier­ce Bros­man — oder war das schon wie­der ein ande­rer Dar­stel­ler?- mit sei­nem unsicht­ba­rem Auto vor einem Eis­pa­last — das kriegst Du doch nie durch den Tüv!).
    James Bond? Nee, da guck ich lie­ber die Doku “M E L A N I A”… 🙂

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  2. Na ja, was ist schon rea­lis­tisch an Fil­men. Ich erin­ne­re an die Wes­tern, wo man sei­ner Ver­pflich­tung selbst mit einem Bauch­schuss nach­ge­gan­gen ist. 🤕

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