Ich will nicht unfair sein: Apex, das neueste Ding auf Netflix, ist nicht unspannend. Leider ist er auch an vielen Stellen vorhersehbar.
Im Zentrum steht Sasha (Charlize Theron). Eine Bergsteigerin, die den Rucksack voller emotionalem Ballast mitbringt: Ihr Partner Tommy (Eric Bana) hat sich Monate zuvor in Norwegen bei einer Tour in den Tod verabschiedet. Um die Trauer zu bewältigen und die eigenen Grenzen zu checken, flüchtet sie in den australischen Watarrka-Nationalpark.
Doch die geplante Selbstfindung wird zum Horrortrip. Sasha landet als Beute auf dem Radar von Ben (Taron Egerton), einem sadistischen Serienkiller, der im Outback hobbymäßig Menschen jagt.
Ben klaut ihr in einer Nacht-und-Nebel-Aktion die Ausrüstung und gibt sich am nächsten Tag als Menschenjäger zu erkennen. Er hat allerdings die Rechnung ohne Sashas Kletter-Skills und ihren Überlebenswillen gemacht. Wer norwegische Felswände überlebt, lässt sich eben nicht so leicht im australischen Staub abschlachten.
Fazit:
Die Verfolgungsszenen und insbesondere die Kletterszenen lassen bei jemandem, der bereits auf einer Leiter zu Höheangst neigt, Spannung aufkommen. Wer auf auf solide Action und Charlize Theron steht, für den ist der Thriller solide Abendunterhaltung. Netflix liefert hier exakt das ab, was auf der Packung steht – nicht mehr, nicht weniger.
Tja, irgendwann hat man alles schon mal gesehen. Auf der einen Seite muss ja immer neues produziert werden — willkommen im Kapitalismus — auf der anderen Seite wissen wir doch schon längst, dass man an einer Bombe bei der Entschärfung den blauen Draht durchschneiden muss — die Uhr dann erstmal weiter tickt um Spannung aufzubauen und eine Sekunde vor Ende des Countdowns stehenbleibt, das Handy des Verfolgten immer dann schellt, wenn er sich grade vor dem Killer hinter einem Baum versteckt hat (selbst in einer menschenleeren Wildnis — ist sicher die US-Telekom), was seine Lebenserwartung drastisch verkürzt, es mindestens fünf völlig unlogische Szenen geben muss um den Zuschauer zu verwirren und dass in amerikanischen Filmen zumindest der Held am Ende überlebt — man braucht den ja vielleicht nochmal für eine Fortsetzung.
Dazwischen ist meist ein kruder und mit unrealistischen Action-Szenen gespickter Handlungsfaden, der keiner Kausalität folgt. Also alles nix mehr für mich. Opa Nerd braucht es für alte Leute verständlich aufbereitet. Gibt es die Untertitel auch in altersgerechter Großschrift?.. 😉
Wahrscheinlich liegt’s tatsächlich am Alter. Wo unsereins bereits die ersten Schwächeanfälle beim Gang in den Keller hat, klettert die Hauptprotagonistin über Felsüberhänge wie nix. Deshalb mag ich die Tom Cruise Filme auch nicht. Der ist ein Stück weit sogar älter als ich, prügelt und springt sich durch den Film, als wäre er zwanzig. 😀
Um das zu können muß er sich aber auch gewaltig und regelmäßig schinden. Deshalb hält sich bei mir der Neid sehr in Grenzen. 🙃
Du bist ja nur neidisch..😂
erwischt 😉