Laumann kritisierte die bereits heutigen Rentenkürzungen deutlich und betonte, dass jemand, der 45 Jahre gearbeitet hat, im Alter nicht mit einer Almosen abgespeist werden dürfe.
Er gehört zu den wenigen Politikern, die wissen, wovon sie sprechen. Als ehemaliger Betriebsrat und IG-Metall-Mitglied hat sich Laumann stets für die Interessen der »Normalbürger« eingesetzt und innerhalb der CDU immer wieder daran erinnert, die Belange der Arbeitnehmer im Blick zu behalten.
Auch wenn er damit den wirtschaftsliberalen Kräften häufig auf die Nerven ging, hat er sich innerhalb der Union eine besondere Stellung erarbeitet. Als »soziales Gewissen« seiner Partei steht er für den Anspruch, dass das »C« in der CDU mehr ist als ein bloßes Etikett. Entsprechend deutlich fiel seine Unterstützung aus: Bei der Wahl asl einen von sechs stellvertretenden Parteivorsitzenden erhielt er 89 Prozent der Stimmen und somit das beste Ergebnis.
Laumann ist kein Akademiker, sondern gelernter Schlosser und hat 15 Jahre in diesem Beruf gearbeitet. »Dass ich so bin, wie ich bin, hat auch mit diesen 15 Jahren zu tun«, sagte er einmal in einem Interview mit dem Magazin Correctiv. Diese Authentizität nimmt man ihm ab – leider sind Persönlichkeiten wie er in den Parlamenten inzwischen selten geworden.
ich habe vor kurzem ein Video gesehen, indem erklärt wurde, warum unsere Politik, bzw. unsere Politiker so schlecht sind. Die können nur Politik — aber nichts anderes.
Von denen kann nach dem Bundestag keiner zurück in einen Job, der ihn ernährt, also wird alles dafür getan um wiedergewählt zu werden.
Und wer nie mal mit seinen Händen gearbeitet hat und am Ende des Monats bemerkt hat, dass für die ganze Plackerei nur ein Hungerlohn rausspringt — vielleicht sogar in einem “normalen” Elternhaus aufgewachsen ist, wo die Rente vorne und hinten nicht reicht — der wird auch keine Sozialkompetenz haben und dafür kämpfen, dass solche Leute wie Merz, Spahn oder andere millionenschweren Gesellen mit deren Menschenfeindlichen Ansichten in der Politik keinen Platz haben.
By the way: Dass Merz mit 91,2 % als Parteivorsitzender wiedergewählt wurde, wird als tolles Ergebnis in den Medien gefeiert. Vor nicht allzulanger Zeit wurde einem anderen Politiker mit einem ähnlichen Ergebnis ein katastrophales Ergebnis bescheinigt. Fernsehen, Rundfunk und Presse sollten sich mal einig werden, was ein gutes oder schlechtes Ergebnis ist — für mich ist ein Ergebnis von etwas über 90% kein tolles Ergebnis: heißt nämlich, dass fast jeder zehnte gegen ihn ist.
Deshalb ist mir der Laumann ja sympatisch, der war vor seiner politischen Karriere wenigstens ein paar Jahre als Maschinenschloser tätig, der weiß also wovon er redet. Nur schade, dass er in der falschen Partei ist.