Dort erwacht er in einer anderen Realität: Er ist kein Lehrer, sondern ein gefeierter Wissenschaftler, der eine revolutionäre Technologie entwickelt hat – die „Box“, ein Gerät, mit dem man in Parallelwelten reisen kann. Jason hingegen schlägt sich von nun an durch alternative Realitäten seiner eigenen Existenz im Multiversum, um zurück zu seiner Familie zu gelangen. Die Psychologin Amanda (Alice Braga) begleitet ihn auf seiner gefährlichen Reise.
Die neunteilige Serie hat als Grundlage die Theorie der Paralleluniversen und baut darauf eine spannende Geschichte rund um den Hauptprotagonisten Jason Desson. Im Grunde ist Dark Matter ein Gedankenexperiment. Was würde passieren, wenn wir in eine Parallelrealität gelangen?
Die Serie braucht etwas, um in Schwung zu kommen. Man muss sich ein wenig auf die Theorie von Parallelwelten einlassen. Ab wann entscheidet sich die Realität für den Zustand? Etwa ab der dritten Folge wird klar worum es geht und die Serie nimmt Fahrt auf.
Einige Logikfehler seien verziehen, beispielsweise taucht die „Box“ in jeder besuchten Realität auf, auch in der Parallelwelt, in denen Dessen sie nie erfunden hat.
Sei‘s drum, die Serie ist spannend gemacht und wer sich die Quantenphysik anhand des Denkmodells von Schrödingers Katze noch einmal angetan hat, hat sich entweder die Theorie des Multiversums verständlich gemacht, oder muss die Knoten im Hirn mühsam entflechten – ganz nach Realität.
Dark Matter läuft auf Apple TV+.

Was Parallel-Universen angeht, da gab es ja schon einige Versuche sowas Serienmäßig umzusetzen (u.a. Sliders — das Tor in eine fremde Dimension). Als literarische Vorlage kann Weinbaums “die Welten des Wenn” ganz gut herhalten und die dort beschriebene Erfindung von Professor Haskel van Manderpootz.
Vielleicht ist das ja auch die Rettung für unseren Planeten: statt Milliarden von Lichjahren mit Generationsschiffen zu einem vermeintlich bewohnbarem Planeten zu reisen um den zu kolonisieren (naja, erobern ist wohl richtiger) and dann von den dortigen 3 Tonnen schweren Lebewesen frikassiert und in Plastikbeutelchen verpackt zurück zur Erde geschickt zu werden — ist es doch viel einfacher in einem Paralleluniversum eine Erde zu finden auf der noch dümmere Menschen wie auf diesem Planeten wohnen, um die mit Glasscherben oder Religionen mit imaginären Freunden über den Tisch zu ziehen. Hat bei den Azteken und den Indianern geklappt — klappt sicher auch auf Neu-Gaia..
Na ja, man müsste sich die Dimension schon aussuchen können, sonst landet man vermutlich wieder im selben Mist, oder schlimmeres. So eine Art Vorschau wäre dann nicht schlecht; Karibikfeeling im Sauerland mit ein paar Milliönchen auf dem Konto, so etwas in der Art 🙂
Der Schluss war übrigens blöd, über zwanzig Dr. Dessens in ein und derselben Dimension und das wo es doch schwierig ist in der Wunschdimension zu landen 😕