Dark Matter — Der Zeitenläufer

Jason Des­sen, Phy­sik­pro­fes­sor in Chi­ca­go, lebt ein ruhi­ges Fami­li­en­le­ben mit sei­ner Frau Danie­la und Sohn Char­lie. Auf dem Heim­weg von einer abend­li­chen Fei­er wird er von einem mas­kier­ten Mann ent­führt, betäubt und in ein Labor gebracht.

Dort erwacht er in einer ande­ren Rea­li­tät: Er ist kein Leh­rer, son­dern ein gefei­er­ter Wis­sen­schaft­ler, der eine revo­lu­tio­nä­re Tech­no­lo­gie ent­wi­ckelt hat – die „Box“, ein Gerät, mit dem man in Par­al­lel­wel­ten rei­sen kann. Jason hin­ge­gen schlägt sich von nun an durch alter­na­ti­ve Rea­li­tä­ten sei­ner eige­nen Exis­tenz im Mul­ti­ver­sum, um zurück zu sei­ner Fami­lie zu gelan­gen. Die Psy­cho­lo­gin Aman­da (Ali­ce Bra­ga) beglei­tet ihn auf sei­ner gefähr­li­chen Reise.

Die neun­tei­li­ge Serie hat als Grund­la­ge die Theo­rie der Par­al­lel­uni­ver­sen und baut dar­auf eine span­nen­de Geschich­te rund um den Haupt­prot­ago­nis­ten Jason Des­son. Im Grun­de ist Dark Mat­ter ein Gedan­ken­ex­pe­ri­ment. Was wür­de pas­sie­ren, wenn wir in eine Par­al­lel­rea­li­tät gelangen? 

Die Serie braucht etwas, um in Schwung zu kom­men. Man muss sich ein wenig auf die Theo­rie von Par­al­lel­wel­ten ein­las­sen. Ab wann ent­schei­det sich die Rea­li­tät für den Zustand? Etwa ab der drit­ten Fol­ge wird klar wor­um es geht und die Serie nimmt Fahrt auf. 

Eini­ge Logik­feh­ler sei­en ver­zie­hen, bei­spiels­wei­se taucht die „Box“ in jeder besuch­ten Rea­li­tät auf, auch in der Par­al­lel­welt, in denen Des­sen sie nie erfun­den hat. 

Sei‘s drum, die Serie ist span­nend gemacht und wer sich die Quan­ten­phy­sik anhand des Denk­mo­dells von Schrö­din­gers Kat­ze noch ein­mal ange­tan hat, hat sich ent­we­der die Theo­rie des Mul­ti­ver­sums ver­ständ­lich gemacht, oder muss die Kno­ten im Hirn müh­sam ent­flech­ten – ganz nach Realität. 

Dark Mat­ter läuft auf Apple TV+.

2 Gedanken zu „Dark Matter — Der Zeitenläufer“

  1. Was Par­al­lel-Uni­ver­sen angeht, da gab es ja schon eini­ge Ver­su­che sowas Seri­en­mä­ßig umzu­set­zen (u.a. Sliders — das Tor in eine frem­de Dimen­si­on). Als lite­ra­ri­sche Vor­la­ge kann Wein­baums “die Wel­ten des Wenn” ganz gut her­hal­ten und die dort beschrie­be­ne Erfin­dung von Pro­fes­sor Has­kel van Manderpootz.
    Viel­leicht ist das ja auch die Ret­tung für unse­ren Pla­ne­ten: statt Mil­li­ar­den von Lich­jah­ren mit Gene­ra­ti­ons­schif­fen zu einem ver­meint­lich bewohn­ba­rem Pla­ne­ten zu rei­sen um den zu kolo­ni­sie­ren (naja, erobern ist wohl rich­ti­ger) and dann von den dor­ti­gen 3 Ton­nen schwe­ren Lebe­we­sen fri­ka­ssiert und in Plas­tik­beu­tel­chen ver­packt zurück zur Erde geschickt zu wer­den — ist es doch viel ein­fa­cher in einem Par­al­lel­uni­ver­sum eine Erde zu fin­den auf der noch düm­me­re Men­schen wie auf die­sem Pla­ne­ten woh­nen, um die mit Glas­scher­ben oder Reli­gio­nen mit ima­gi­nä­ren Freun­den über den Tisch zu zie­hen. Hat bei den Azte­ken und den India­nern geklappt — klappt sicher auch auf Neu-Gaia..

    • Na ja, man müss­te sich die Dimen­si­on schon aus­su­chen kön­nen, sonst lan­det man ver­mut­lich wie­der im sel­ben Mist, oder schlim­me­res. So eine Art Vor­schau wäre dann nicht schlecht; Kari­bik­fee­ling im Sau­er­land mit ein paar Mil­li­ön­chen auf dem Kon­to, so etwas in der Art 🙂 

      Der Schluss war übri­gens blöd, über zwan­zig Dr. Dessens in ein und der­sel­ben Dimen­si­on und das wo es doch schwie­rig ist in der Wunsch­di­men­si­on zu landen 😕

Die Kommentare sind geschlossen.