Ich will gar nicht bestreiten, dass wir in der Bundesrepublik manchmal etwas zu viel des Guten tun, wenn wir Vorschriften erlassen und dass weniger Bürokratie durchaus entlastend wirken könnte.
Nur sind die eifrigsten Verfechter von Bürokratie- und Datenschutzabbau meistens genau diejenigen, die sich zwei Sätze später, in einem anderen Kontext, positiv darüber äußern, dass „in Deutschland Gott sei Dank“ alles geregelt ist.
Aber das ist eine andere Geschichte.
Jedenfalls scheint das Prinzip des Marktgleichgewichts in dieser Debatte kaum noch eine Rolle zu spielen. Wenn Produkte hergestellt werden, die kaum Nutzen haben, zu teuer und womöglich auch noch hässlich sind, bleibt der Anbieter am Ende in der Regel darauf sitzen. Um auf die Automobilindustrie zurückzukommen: Wenn ich Autos baue, die kaum jemand haben will, produziere ich am Kunden vorbei und verkaufe nichts.
Anstatt nun umzudenken und familienfreundliche Autos zu akzeptablen Preisen auf den Markt zu bringen, machen die Verantwortlichen der Automobilindustrie was? Na klar, sie stellen ihre neueste Innovation vor: Audi beispielsweise einen Verbrenner-Trumm von 5,30 Meter Länge, drei, wahlweise vier Liter Hubraum, 6‑Zylinder, mit bis zu 600 PS.
Ganz im Ernst: Habt ihr noch alle Maultaschen auf der Pfanne?




