Ich will nicht unfair sein: Apex, das neueste Ding auf Netflix, ist nicht unspannend. Leider ist er auch an vielen Stellen vorhersehbar.
Im Zentrum steht Sasha (Charlize Theron). Eine Bergsteigerin, die den Rucksack voller emotionalem Ballast mitbringt: Ihr Partner Tommy (Eric Bana) hat sich Monate zuvor in Norwegen bei einer Tour in den Tod verabschiedet. Um die Trauer zu bewältigen und die eigenen Grenzen zu checken, flüchtet sie in den australischen Watarrka-Nationalpark.
Doch die geplante Selbstfindung wird zum Horrortrip. Sasha landet als Beute auf dem Radar von Ben (Taron Egerton), einem sadistischen Serienkiller, der im Outback hobbymäßig Menschen jagt.
Ben klaut ihr in einer Nacht-und-Nebel-Aktion die Ausrüstung und gibt sich am nächsten Tag als Menschenjäger zu erkennen. Er hat allerdings die Rechnung ohne Sashas Kletter-Skills und ihren Überlebenswillen gemacht. Wer norwegische Felswände überlebt, lässt sich eben nicht so leicht im australischen Staub abschlachten.
Fazit:
Die Verfolgungsszenen und insbesondere die Kletterszenen lassen bei jemandem, der bereits auf einer Leiter zu Höheangst neigt, Spannung aufkommen. Wer auf auf solide Action und Charlize Theron steht, für den ist der Thriller solide Abendunterhaltung. Netflix liefert hier exakt das ab, was auf der Packung steht – nicht mehr, nicht weniger.


Als am 26. April 1986 Block 4 des ukrainischen Kernkraftwerks Tschernobyl in die Luft fliegt, ist Europa nur ganz knapp einer Katastrophe entkommen. Nach der Explosion des Reaktors war der Kern teilweise geschmolzen. Dieser extrem heiße, geschmolzene Kernbrennstoff drohte sich durch den Reaktorboden nach unten zu fressen. Direkt unter dem Reaktor befand sich das Dampfkondensationsbecken, das mit Tausenden Litern Wasser gefüllt war. Hätte der geschmolzene Kernbrennstoff das Wasser erreicht, wäre es durch den enormen Überdruck und teilweise Bildung von Wasserstoff zu einer weiteren Explosion gekommen. Diese wäre um ein Vielfaches heftiger als die Explosion von Block 4 des Kernkraftwerks gewesen.